und jetzt
ein Portrait...

"Meinrad mit Narzisse"

9 Acryl auf grobem Rupfen
2009


der keilrahmen ist mit ungrundiertem Rupfen bespannt ich befeuchte ihn mit stark verdünntem Acrylbinder (eigentlich Wasser mit einem Spritzer Binder), damit er sich spannt. Rupfen spannt nicht so wie Baumwollnessel nach . Dann lege ich meine erste Vorstellung von Licht an






















Wo, wie groß soll die Gestalt sein? Wo, ganz wichtiger Blickpunkt im Bild, wird die Narzisse sitzen? In dieser ersten, wichtigen Phase arbeite ich spontan und intuitiv, ohne Fotos





















Ich schiebe ein bißchen an meiner Vorstellung vom Bildraum herum, verdichte mit dünnen Schichten lasierender Farbe. Erprobe die Idee von mehreren gelben Flecken (Blüten) und mehr Gelb im Weiß, von Gelb im Brustraum Solange das Bild nass ist, bleibt der Rupfen straff





















Am nächsten Morgen ist der Rupfen schlaff. Er bekommt erst mal eine Runde Wasser mit dem breiten Pinsel. Dann lege ich mit Kohle Einzelheiten der Gestalt fest, Reduziere teilweise mit Weiss die dunkle Fläche der Gestalt, die im Gegenlicht gedacht ist. Nehme die zusätzlichen Blüten wieder weg, da sie nur die eigentliche Bildidee verwässer. Erst jede verwende ich Fotos als Referenz





















ich geniesse es, finde es lustig, tatsächlich gegen das Licht zu malen - der Stoff ist extrem durchsichtig und saugt viel Farbe





















Mit dünnen Schichten Titanweis verdichte ich allmählich den Lichtraum im Bild, lasse das Licht um das Gesicht herum wandern, die Schalter am Herd andeuten. Der Lichtraum hinter der dunklen Gestalt scheint mir jetzt zu breit - ich will nur einen ganz schmalen, vibrierenden Spalt lassen, und verbreitere daher die dunkle Fläche rechts Deute vage Gegenstände rechts unten an