und jetzt
ein wildes Blumenbild !!

"Erstaunliche Entdeckungen
beim Betrachten einer
Euphorbia pulcherrima"

Acryl auf Leinwand, 2009
135x80cm
5400.-




nach einigen Skizzen und Vorstudien mit Bleistift, Aquarell und Pastell,und mit der realen Pflanze dabei, mache ich mich ans Werk, zunächst mal auf Papier.Was die Bildaufteilung angeht, arbeite ich jetzt mehr nach den Skizzen als nach der Natur. Die Zwischenräume zwischen den roten Hochblättern, unregelmäßig sternförmig, sind das , was mich hauptsächlich fasziniert und einen Teil der Bildidee ausmachen. Überdeutlich durch eine Art Gegenlichsituation. Ich will sie teilweise überstrahlen lassen.






















Diese Diagonale ist mir wichtig!!





















Die Skizzen sind so gezeichnet, daß sie an den Rändern zusammenpassen, bzw überlappen, allerdings ist jede einzelne in die Draufsicht geklappt, das gibt beim "Zusammenbauen" noch einige Schwierigkeiten: in dieser Phase scheint erstmal nichts mehr richtig zusammenzupassen. Wieso mal ich keine "Normalen" Bilder , Kreuzkruzitürken, einfach so nach Foto, wie andre Leute auch???





















Allmählich wächst die grunsätzliche Komposition zusammen,die zweite bildwichtige Diagonale wird deutlich. Gezeichnet übrigens mit Kohle auf dickem Papier , mit Wandweiß grundiert (beidseitig, damit es nicht wellt.)Die Kohle ist auch bei großen Formaten sofort gut sichtbar, läßt sich aber auch leicht korrigieren. Später malt sie sich einfach in die erste Acrylschicht mit hinein.





















Jetzt brauche ich Farbe, um die Massenverteilung klarer zu sehen. Erstmal ganz grob nur in Rot - grün - hellblau, dem Hauptfarbenklang der Bildes





















mit Farbe und auch immer wieder mit korrigierenden Kohlestrichen arbeite ich Flächen heraus, schiebe hier , vergrößere oder verkleinere da - und der Kampf um die Mittelsterne beginnt.





















Sie sollen stimmen im Gesamtkontext der Pflanze, und doch besondere Aufmerksamkeit/Deutlichkeit bekommen. Das Schieben der Blattstiele/Blattränder, das Abwägen der Dicke der Stiele wird mich noch lange beschäftigen...



















wieder und wieder nehme ich die Skizzen zuhilfe, um Details zu klären. Ich klebe sie mir kurzerhand ins Bild neben die betreffende Stelle



















Ich experimentiere mit der Helligkeit und dem Ton des Himmels - je heller, desto silhouettiger erscheint die Pflanze , und desto stärker treten die Mittelsterne hervor. Dieses Weiß ist garnicht so schlecht...



















oder doch dieser sanftere Ton? und dafür mehr ifferenziertheit und Abstufung in den Blättern? mit etwas lila im Himmel, damit das Rot der Blüten im Hintergrund stärker vertreten ist? Was ich sehr mag, zufällig entstanden und nun liebreich gefördert: das helblaue Herzstück "wie Afrika" im Zentrum, und der hellblaue Gartenzwerg am rechten Rand!



















Nachdem die Komposition soweit durgearbeitet ist, übertrage ich das Bild auf Leinwand. Sie ist in diesem Fall nur ganz schwach grundiert mit rot und blau/weiß, auf den rohen Nessel. Ich habe vor, manche Stellen auch fast so zu lassen, andere mit dickerer Farbe bis hin zu ganz pastos gespachteltem Auftrag zu kontrastieren. Der brave Weihnachtsstern wird funkeln mit schrägen Kontasten wie ein Jazz-Stück!



















Fortsetzung folgt!